Ende des Kapitalismus? Anfänge eines neuen Systems à la Sozialismus? 1984 lässt grüßen...
Ende des Kapitalismus? Anfänge eines neuen Systems?
Mit dem Versuch, Oppositionsparteien zu verbieten, erleben wir die Übrigbleibsel der DDR. Viele aus DDR-Zeiten üben scheinbar noch ihre Macht und ihre Ideologie aus.
Das sind post- bzw. neo-sozialistische Machenschaften, die mit unserer "Ossi-Kanzlerin" in Deutschland Einzug gehalten hatten.
Merkel kam auf opportunistische Weise an die Macht, indem sie dem rechten Rand der CDU das Wort geredet hat z. B. in Bezug auf die Migrationsfrage. Doch dann zeigte die Kanzlerin ihr wahres Gesicht: "Wir schaffen das!" Grenzen auf! Alle reinlassen. Verträge mit RWE werden nach Fukushima "diktatorisch" und eigenmächtig ausgesetzt.
Tja! Irgendwo mussten ja die ehemaligen SED Funktionäre in den politischen Ämtern unterkommen.
Genauso war es nach dem Nationalsozialismus, wo auch Nazis in den einzelnen Parteien unterkommen mussten bzw. einfach per Assimilation aufgenommen wurden.
Ich finde eben es ist ein postsozialistisches Kennzeichen, dass man glaubt, man lebe in einer Demokratie und schaltet gleichzeitig Parteien aus, die zur Opposition gehören und die bei den Wählerinnen und Wählern zu fast 30% und teilweise sogar mehr auf Zustimmung stoßen.
Die Frage, die ich mir allen Ernstes stelle, ist, ob man versucht, auf bestimmte Art und Weise den Kapitalismus zu beerdigen und nach und nach erneut ein (neo-) sozialistisches System (wieder-) einzuführen.
Auf diese These deutet hin, dass man ständig bereit ist, neue Schulden aufzunehmen und infolgedessen scheinbar bereit ist, den Kapitalismus und das Geldsystem an die Wand zu fahren. Zugleich deutet darauf hin, dass wir in einer Situation stecken, wo der Staat ständig subventioniert und an die Bürger transferiert. Zum dritten deutet auf diese These die Aussage des ehemaligen WEF-Vorsitzenden Klaus Schwab hin, der einmal sagte: "Wir werden alle glücklich sein, auch wenn wir wenig oder nichts haben."
Dass der Sozialismus linksorientiert ist - also ausgehend vom Staat zum Bürger hin denkt - und dass wir derzeit selbst von ehemals konservativen Parteien wie CDU eine linksorientierte Politik erleben, bestärkt als vierten Aspekt die These, dass man eventuell beabsichtigt, den Kapitalismus und das damit verbundene Geldsystem tatsächlich an die Wand fahren zu lassen, kaputt gehen zu lassen, um damit noch mehr Macht vom Staat ausgehen zu lassen.
Auch die ständigen Überwachungs-Phantasien, die staatlicherseits (zurecht?) gefordert werden bzw. bereits eingeführt wurden (z. B. der Digital Services Act oder das Verhalten des Staates in der Corona-Zeit) bestärken die These, dass wir auf Zustände zusteuern, die seinerzeit George Orwell bereits 1948 in seinem Roman "1984" als Roman skizzierte. George Orwells Roman 1984 (erschienen 1949) entwirft das Bild eines totalitären Staates, in dem Freiheit, Wahrheit und Individualität systematisch zerstört werden. Die Kerngedanken lassen sich so zusammenfassen:
- Allgegenwärtige Überwachung: Der Staat beobachtet seine Bürger ständig durch Bildschirme, Mikrofone und Spitzel. Privatsphäre existiert praktisch nicht.
- Gedankenkontrolle: Nicht nur Handlungen, sondern bereits abweichende Gedanken gelten als Verbrechen ("Gedankenverbrechen").
- Manipulation der Wahrheit: Die Vergangenheit wird fortlaufend umgeschrieben, sodass die Partei immer recht behält. Objektive Wahrheit verliert ihre Bedeutung.
- Propaganda: Durch ständige Wiederholung von Parolen und Feindbildern lenkt die Partei die öffentliche Meinung.
- Sprachkontrolle ("Neusprech"): Die Sprache wird vereinfacht und eingeschränkt, damit bestimmte Gedanken gar nicht mehr formulierbar sind.
- Macht als Selbstzweck: Die Herrschenden streben nicht nach Wohlstand oder Gerechtigkeit, sondern nach uneingeschränkter Macht über die Menschen.
- Unterdrückung der Individualität: Liebe, Freundschaften und persönliche Loyalitäten werden bekämpft, damit die Loyalität ausschließlich der Partei gilt.
- Angst und Repression: Folter, Einschüchterung und öffentliche Bestrafungen sorgen dafür, dass Widerstand kaum möglich ist.
Der berühmte Slogan der Partei fasst ihre Logik zusammen:
Krieg ist Frieden.
Freiheit ist Sklaverei.
Unwissenheit ist Stärke.
Diese Widersprüche stehen für das Konzept des Doppeldenkens: Menschen sollen gleichzeitig zwei sich widersprechende Aussagen glauben und sie nicht infrage stellen.
Die zentrale Aussage des Romans
Orwell wollte vor allem zeigen, wie ein totalitärer Staat funktionieren kann, wenn er:
- Informationen vollständig kontrolliert,
- die Sprache manipuliert,
- Angst als Herrschaftsinstrument einsetzt,
- und die Realität nach seinen Bedürfnissen definiert.
1984 ist daher weniger eine Vorhersage als eine Warnung davor, was geschehen kann, wenn demokratische Freiheiten, unabhängige Medien, Rechtsstaatlichkeit und die Freiheit des Denkens verloren gehen. Der Roman wird bis heute als Mahnung gelesen, Machtkonzentration und staatliche Kontrolle kritisch zu hinterfragen – unabhängig davon, ob sie von links, rechts oder aus anderen ideologischen Richtungen ausgehen.
Dass die AfD Sand in dieses Getriebe der Einführung eines neuen Systems streut, sollte allen klar und bewusst sein. Die AfD denkt eher wirtschaftspolitisch im Sinne eines Neo-Kapitalismus und selbstverständlich weniger im Sinne eines Sozialismus. Allein diese Tatsache macht die Partei AfD zum politischen Kontrahenten, den es auszuschalten gilt. Als Mittel wird dazu eben regelmäßig die sogenannte "Nazikeule" verwendet und das Argument der rechtsextremistischen Gesinnung gebracht.
Kluge Verfassungsrechtler halten das Argument, die AfD wollte die Demokratie abschaffen, für ein Scheinargument.
Es würde mich interessieren, was eure Meinung zu meiner These ist bzw. wie ihr meine Meinung einschätzt, dass man versucht, zukünftig den Kapitalismus und das damit verbundene Geldsystem abzuschaffen und stattdessen ein post- bzw. neo-sozialistisches System zu installieren.
Rainer Langlitz