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"Deutsche an die Front!" - Analyse und Darstellung eines westlichen Dogmas, einer Russophobie und eine Aufforderung zur Objektivität und zur Lösungsorientierung

Der Krieg in der Ukraine, das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland sowie die Rolle von Politik und Medien gehören zu den umstrittensten Themen unserer Zeit. Die öffentliche Debatte ist häufig von festen Überzeugungen, gegenseitigen Vorwürfen und starken Emotionen geprägt. Gerade deshalb erscheint es wichtig, auch Stimmen zu hören, die von der vorherrschenden Sichtweise abweichen.

Das Interview zwischen dem Journalisten Patrik Baab und dem langjährigen Russland-Korrespondenten Ulrich Heyden hat mich zum Nachdenken gebracht. Heute Morgen am Sonntag, dem 07. Juni 2026 hörte ich mir das Interview zwischen Patrik Baab und Ulrich Heyden an. Dieses Interview hat mich stark berührt. Unabhängig davon, ob man den dort vertretenen Positionen zustimmt oder sie ablehnt, werden Fragen aufgeworfen, die eine offene und sachliche Diskussion verdienen: Wie objektiv berichten Medien über den Konflikt? Welche historischen, politischen und geopolitischen Hintergründe spielen eine Rolle? Und besteht die Gefahr, dass sich in Deutschland und Europa ein dauerhaftes Feindbild gegenüber Russland verfestigt?

Der folgende Aufsatz greift einige der im Interview angesprochenen Gedanken auf. Er versteht sich nicht als Rechtfertigung russischer Politik und auch nicht als Relativierung des russischen Angriffs auf die Ukraine. Vielmehr soll er dazu anregen, unterschiedliche Perspektiven zu betrachten, etablierte Narrative kritisch zu hinterfragen und die Bedeutung von Diplomatie, Dialog und Friedenspolitik in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken.

Hintergrund-Informationen zu den am Interview beteiligten Personen:

Patrik Baab (* 29. Mai 1959 in Neunkirchen) ist ein deutscher Journalist und Autor.

https://de.wikipedia.org/wiki/Patrik_Baab

Ulrich Heyden (* 24. September 1954 in Hamburg) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.

https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Heyden

Link zum Interview zwischen Baab und Heyden:

https://youtu.be/7wdX0WQR5jo?is=3pD36TGy_qx03qcZ

Dieses  am 04. Juni 2026 veröffentlichte Video trägt den Titel:
"36 Jahre Kunde – dann kündigte die Sparkasse mein Konto. Ohne Vorwurf – Ulrich Heyden"

Inhaltlich wird das Video folgendermaßen beschrieben (Zitat):

"Der Journalist und Kriegsreporter Ulrich Heyden lebt seit 1992 in Moskau. Er kennt die Realität in Russland und der Ukraine aus jahrzehntelanger eigener Anschauung – eine Perspektive, die oft in krassem Gegensatz zur hiesigen Berichterstattung steht. Seine Erfahrungen werfen eine beunruhigende Frage auf: Wird in Deutschland gezielt ein Feindbild aufgebaut, um die Bevölkerung auf einen neuen Krieg mit Russland vorzubereiten?  Im Gespräch geht es um:  – Repression und Zensur: Warum Ulrich Heyden nach 36 Jahren plötzlich sein Bankkonto gekündigt wurde und welche Rolle politische Behörden dabei spielen.  – Die Macht der Propaganda: Wie Medien und Politik ein Klima der Angst und Einschüchterung erzeugen, um Andersdenkende zum Schweigen zu bringen.  – Historische Vergessenheit: Warum das Wissen über die Vernichtungskriege der Vergangenheit schwindet und einer neuen Überheblichkeit Platz macht.  – Krieg als Systemnotwendigkeit: Die These, dass ein kriselnder Kapitalismus den Konflikt sucht, um neue Profitquellen zu erschließen.  – Die Rolle der Elite: Warum die deutsche Führungsschicht zunehmend „apokalypsenblind“ agiert und den Kontakt zur menschlichen Realität verloren hat.  – Erlebnisse im Donbas: Persönliche Begegnungen mit Menschen, die versuchen, inmitten von Krieg und Zwangsevakuierungen ihre Menschlichkeit zu bewahren.  – Russland von innen: Warum die russische Bevölkerung trotz der Spannungen eine erstaunliche Zurückhaltung und Vergebungsbereitschaft zeigt.  „Alles wird dafür getan, dass man sich nicht mehr begegnet. Und das führt zur Katastrophe.“  – Ulrich Heyden  Ulrich Heyden beschreibt den schleichenden Prozess der Entmenschlichung des Gegenübers und warnt davor, sich von einer technisierten Untergangskultur mitreißen zu lassen. Er plädiert dafür, die eigene Friedenssehnsucht nicht gegen ein künstlich erzeugtes Feindbild einzutauschen.  Er vertritt die These:  – Dass ökonomische Interessen und fallende Profitraten die Triebfedern hinter der NATO-Osterweiterung sind.  – Dass die deutsche Elite einer gefährlichen Russophobie und Selbstüberschätzung erlegen ist.  – Dass eine echte Versöhnung nur durch das Wissen um die gesamte gemeinsame Geschichte möglich ist.  Ein Gespräch über die Wahrheit hinter den Schlagzeilen, die Mechanismen der Macht und die dringende Notwendigkeit, wieder als Menschen zueinanderzufinden.  Hier finden Sie das Buch von Ulrich Heyden – Mein Weg nach Russland: Erinnerungen eines Reporters – https://amzn.to/4dXJoUE

Kapitel:

00:00 – Intro: Machtstrukturen in Deutschland

01:46 – Politische Repression: Die Kontokündigung durch die Sparkasse

12:35 – Medien & Propaganda: Die Psychologie der Angst

20:18 – Historische Verantwortung: Der vergessene Vernichtungskrieg

27:48 – Eliten-Versagen: Russophobie und kulturelle Entfremdung

35:10 – Apokalypsenblindheit: Eine Politik ohne menschliches Maß

42:35 – Die deutsche Mentalität: Schweigen und Gehorsam

45:00 – Wirtschaftliche Hintergründe: Kapitalismus und Krieg

54:58 – Journalismus als Aufklärung: Was ist jetzt zu tun?

01:00:50 – Finanzinteressen: Vermögensdiebstahl und die Rolle der EU

01:12:44 – Fazit: Ein Appell an die Ehrlichkeit

Zitat Ende.

Nun höre ich schon einige Kritiker sagen:

"Ach, der Heyden, der arbeitet doch für RT DE (ähnlich wie Dr. Daniele Ganser...). Heyden ist ein Putin-Troll. Heyden betreibt russische Propaganda."

Macht man es sich damit nicht zu einfach?

Und lebt man damit nicht vielmehr in einer "Russophobie" bzw. in einem "Dogma"? Der folgende Aufsatz in Anlehnung an das oben verlinkte Interview möchte dieser Russophobie etwas entgegen setzen bzw. dieses Dogma entlarven, um wieder mehr Objektivität auf die Geschehnisse zu ermöglichen...

„Deutsche, an die Front!“ So könnte es in wenigen Jahren heißen. Wollt ihr das?

Ost und West müssen jetzt (wieder) miteinander reden. Ost und West müssen sofort wieder an den Verhandlungstisch!

Ja! Es ist unbestritten: Russland führt gegen die Ukraine einen objektiv unberechtigten Angriffskrieg. Aber! Aber! Aber! Subjektiv ist dieser Angriffskrieg aus der Sichtweise des Kreml jedoch nachvollziehbar und verständlich. Deswegen diese drei Aber!

Wenn dieser Krieg in der Ukraine zwischen Russland (Ost) und der Ukraine, der NATO, der EU und der USA (Westen) als Abnutzungskrieg so fortgeführt wird, dann ist zu befürchten, dass auch deutsche junge Soldaten bald an diese Ostfront in die Ukraine gesendet werden. Wollt ihr das? Ich will das nicht!

Wir leben derzeit nach einem Dogma, das von den Narrativen der westlichen Politik, der westlichen Eliten und dementsprechend von den westlichen Medien genährt wird: Russophobie und der Traum vom lang herbei gesehnten Zerfall Russlands…

Dogma vs. Objektivismus! Was ist wohl besser? Deswegen finde ich das Interview mit Ulrich Heyden gut, wichtig und notwendig. Ich halte dieses Interview mit Ulrich Heyden für einen wichtigen Beitrag, um wieder objektiv auf die Geschehnisse in der Ukraine und den Gesamtzusammenhang von West und Ost zu blicken. Vielen sind doch diese Zusammenhänge gar nicht bewusst. Wir werden von den Traditionsmedien (Mainstream-Medien) gelenkt und beeinflusst – ähnlich wie in den Corona-Jahren. Viele glauben diesen Mainstream-Medien. Sie berichten sicherlich nicht falsch, aber subjektiv aus ihrer westlichen Brille, die sozusagen einen Filter beinhaltet, der von den westlichen Eliten (Militärs und Wirtschaftsbosse etc.) beeinflusst ist.

Wenn man die einzelnen objektiven Tatbestände zusammenreiht und diese analysiert, als da wären: „Operationsplan Deutschland“, Investitionen in den Zivilschutz in Deutschland, Reiche bauen Atombunker in Neuseeland oder auf Hawaii, „Deutschland soll bis 2029 kriegstüchtig werden“, Versuch der Wiedereinführung der Wehrpflicht etc. – dann könnte man diese Tatbestände, die es ohne Zweifel und objektiv gibt und über die auch die Presse objektiv berichtet, so interpretieren, dass bewusst auf eine Konfrontation mit Russland hingearbeitet und ein Zustand vorbereitet wird, in dem es dann einen Dritten Weltkrieg geben wird.

Der Interviewer fragt deswegen provokativ und aus meiner Sicht zurecht:

„Ist die westliche Elite apokalypsenblind und gar nekrophil?“ Ist man bereit, das ganze Kapitalismussystem an die Wand zu fahren, weil man erkennt, dass es so nicht mehr weitergehen kann?

„Alle Kriege sind Kriege des Kapitalismus.“ (Patrik Baab) Man könnte es auch so formulieren: Alle Kriege beruhen auf Geldgier, so könnte man es ja auch formulieren…natürlich ist das auf diese Weise zu kurz gegriffen. Natürlich geht es bei Kriegen auch um den Erhalt eines bestimmten Status und um Sicherheitsinteressen.

In jedem Fall müssen wir uns wieder darum bemühen, uns ein objektives Bild über die Zustände in der Welt zu verschaffen resp. über den Zustand in der Ukraine.

Die jetzige Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz setzt jedoch alles auf Konfrontation mit Russland, indem die derzeitige Regierung Deutschlands alles daran setzt, den Abnutzungskrieg zwischen Russland und der Ukraine fortzusetzen, und zwar auf unbestimmte Zeit. Man hat Sanktionen durchgeführt. Man baut ein einseitiges Feindbild auf („Russland ist ein Feind, und wird es immer sein!“), so Außenminister Wadephul. Man unterstützt die Ukraine militärisch. Man glaubt, man könne den Krieg gegen Russland gewinnen – zumindest glaubt man, man könne Russland in seine Schranken weisen. Alles begann mit dem Maidan 2013/2014. Dann kam der Bürgerkrieg in die Ukraine. Dann die Annexion der Krim durch Russland. Aber es gab auch vor dem Maidan andere Entwicklungen. Wir müssen sogar zurück in die Vergangenheit des Zweiten Weltkrieges. Das Trauma, unter dem Russland noch immer steht, nämlich, dass Nazi-Deutschland und damit deutsche Soldaten unter dem Befehl Adolf Hitlers bis hinein in russisches Gebiet einmarschierten, und dass Millionen von Russen in diesem schrecklichen Zweiten Weltkrieg zum Opfer fielen, ist immer noch da. Jedes Jahr gedenkt man in Russland an das  Ende dieses Zweiten Weltkrieges, an diesen Überfall auf Russland. Dann kam das Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Alliierten teilten Deutschland unter sich auf. Die USA, denen der russische Kommunismus schon lange ein Dorn im Auge war, investierten in Deutschland zugunsten eines Bollwerkes gegen den russischen Bolschewismus: im Osten der Warschauer Pakt – im Westen das NATO-Bündnis. 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik (DDR) unter dem Einfluss  Russlands folgten; und dann die Annäherung zwischen Russland und Deutschland. Russland zeigte sich bereit, alle (!) Truppen aus der ehemaligen DDR abzuziehen. Es gab 2+4 – Gespräche. Innerhalb dieser Gespräche gab es auch mündliche Verabredungen, nach denen sich das NATO-Bündnis im Gegenzug zum Abzug der russischen Truppen aus der ehemaligen DDR im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 nicht weiter nach Osten ausdehnen werde/soll. Es wurde allerdings nichts darüber schriftlich festgehalten. Über die Gründe hierfür ließe sich spekulieren. Doch es kam alles anders: Die positive weil entspannende Entwicklung zwischen Russland und Deutschland ab 1990/91 war den USA scheinbar suspekt. Man fürchtete sich scheinbar seitens der USA vor diesem eurasischen Bündnis zwischen Russland Europa. Man begrüßte seitens der USA die Aufnahmegesuche in das NATO-Bündnis, auch wenn es skeptische Stimmen z. B. von Joe Biden als damaliger Senator gab, nach denen bei Aufnahme von weiteren Ländern in das NATO-Bündnis eine Eskalation mit Russland vermutet und prognostiziert wurden. Doch diese kritischen Stimmen wurden ignoriert. Man ging sogar soweit, Bereitschaft für den Beitritt der Ukraine in die NATO zu zeigen. Spätestens hier wurde eine rote Linie aus der Sicht Russlands überschritten. Schließlich setzte die Regierung der Ukraine es in ihre Verfassung, das Ziel eines Beitritts in die NATO zu verfolgen. Und nun befinden wir uns mitten in jener Eskalation, die – wie oben beschrieben – von Menschen wie Joe Biden durch die NATO-Osterweiterung prognostiziert wurde. Hört, wie Senator Joseph Biden 1997 dachte:

18. Juni 1997:  Joseph Biden zur NATO Expansion:

Sen. Joseph Biden (D-DE) sprach über die Möglichkeit einer NATO-Erweiterung und  was sie für die Zukunft der ausländischen Diplomatie bedeuten könnte.  Er skizzierte seine Unterstützung für die Erweiterung der NATO und gab  seine Vorhersagen für die Position des Senats zu diesem Thema an. Die  Tschechische Republik, Ungarn und Polen sind die Wahl der Vereinigten  Staaten für die Mitgliedschaft in der NATO.

In  seiner Rede sprach Biden über die Aussichten einer Nato-Erweiterung,  insbesondere über den möglichen Beitritt Polens, Tschechiens und  Ungarns. Die kursierenden Video-Beiträge zeigen einen Ausschnitt dieser  Rede. Sie wurde jedoch in den dazu geteilten Texten falsch ins Deutsche  übersetzt.

Eine Frage aus dem Publikum, wie  die Chancen eines Nato-Beitritts für die baltischen Staaten stehen,  beantwortete Biden damit, dass für diese Staaten die Aussicht auf eine  Mitgliedschaft „real, aber weiter entfernt“ seien. Er sagte wörtlich (ab  Minute 01:13:40):

„Ich denke, die größte  Bestürzung im Hinblick auf die Nato-Russland-Beziehungen,  beziehungsweise US-Russland-Beziehungen, würde kurzfristig entstehen,  wenn die baltischen Staaten jetzt in die Nato aufgenommen würden –  unabhängig von den Verdiensten und der Bereitschaft des Landes für einen  Beitritt. Und wenn es irgendetwas gäbe, das das Gleichgewicht im Sinne  einer heftigen und feindseligen Reaktion – ich meine nicht militärisch –  in Russland zum Kippen bringen würde, dann wäre es das.“

Zum  Hintergrund: Im Juli 1997, also ein paar Wochen nach Bidens Auftritt,  wurden die Staaten Polen, Tschechien und Ungarn zum Beitritt in die Nato  eingeladen; 1999 wurden sie Mitglieder. Bidens Aussage bezog sich auf  die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen, die an Russland  grenzen.

Biden sagte also 1997, er halte eine  heftige und feindselige Reaktion Russlands auf einen Nato-Beitritt  dieser baltischen Länder für möglich.

https://www.c-span.org/video/?86974-1/nato-expansion#

Als im Februar 2022 Russland in die Ukraine einmarschierte, reagierte der Westen zunächst mit Sanktionen und Embargos. Doch die Sanktionen brachten kurzfristig, aber auch mittelfristig nicht den gewünschten Erfolg, den man sich erhoffte, nämlich Russland zum Einlenken zu bewegen. Es gab dann jene Verhandlung in Istanbul, die scheinbar durch die Initiative von Boris Johnson torpediert wurden. Man sah sich im Westen im Recht; Istanbul wurde seitens des Westens abgelehnt. Daraufhin folgte zunächst die Lieferung von „5000 Helmen“. Doch es sollte natürlich bei diesen Helmen als Lieferung des Westens an die Ukraine nicht bleiben: Es folgten immer mit dem Zusatz „Das ist der Game-Changer zugunsten des Westens!“:

Leichte Waffen und Aufrüstung im Frühjahr 2022:

Panzerabwehr: Tausende Panzerfäuste (u.a. Panzerfaust 3) und Minen.

Flugabwehr: Tausende schultergestützte Flugabwehrraketen (vor allem Strela aus ehemaligen NVA-Beständen).

Munition: Millionen Schuss Handwaffenmunition, Handgranaten und Sprengmittel

Schwere Waffen (Sommer 2022 bis Ende 2023):

Artillerie: Panzerhaubitze 2000, Marschflugkörper (wie MLRS-Raketenwerfer).

Flugabwehr: Gepard-Flakpanzer, das hochmoderne Luftverteidigungssystem IRIS-T SLM.

Gepanzerte Fahrzeuge: Mehrere Schützenpanzer (Marder) und Pionierpanzer

Offensive Hauptwaffensysteme (Ab 2023 / Laufender Prozess):

Kampfpanzer: Lieferung von modernen Leopard 2 Kampfpanzern (in enger Abstimmung mit internationalen Partnern).

Führung und Aufklärung: Radarsysteme, Drohnen und Aufklärungspanzer.

Ersatzteil- und Instandhaltungslogistik: Fortlaufende Instandsetzung im Ausland und der Aufbau von Reparaturzentren (u.a. durch Rüstungskonzerne wie Rheinmetall)

Erich Vad spricht von einer „Blutmühle“, die unnötig sei, die gestoppt werden müsse.

Was wird passieren, wenn der ukrainischen Regierung bald bzw. irgendwann die Soldaten ausgehen?

Die Regierung in der Ukraine wird dann nach Soldaten aus dem Westen rufen…, und dann könnte auf die jetzige deutsche Jugend der Befehl zukommen: „Deutsche, an die Front!“

Es ist ein komplizierter Krieg: der Krieg um die Ukraine. Aber er wäre zu verhindern gewesen – davon bin ich überzeugt.

Müsste dieser Krieg nun nicht endlich (!) beendet werden?

Doch man ist seitens der deutschen Regierung in einem Dogma: man blickt nicht mehr objektiv auf das Geschehen!

Die einzige Partei in Deutschland, die einigermaßen beide Sichtweisen berücksichtigt, ist die Alternative für Deutschland (AfD). Scheinbar geht von der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend Druck auf die deutsche Regierung aus. Die Frage ist eben auch, inwiefern auch weite  Teile der deutschen Bevölkerung in jenem Dogma leben, das – wie vorne ausgeführt – durch die westliche Elite und infolgedessen von den deutschen Mainstream-Medien – geschürt wird. Und da von der deutschen Bevölkerung kein Aufschrei kommt – jedenfalls nicht wesentlich, da wir alle von unserer täglichen Arbeit abgelenkt und eingespannt sind und da wir oftmals obrigkeitshörig sind und auch oftmals blind in diese Obrigkeit vertrauen – werden wir sehr wahrscheinlich von dieser jetzigen Regierung in eine weitere Konfrontation mit Russland manövriert werden. Genau dieser Irrsinn (das „Dogma“, dass die Ukraine bzw. wir den Krieg gegen Russland gewinnen könnten) müsste jedoch beseitigt werden. Doch solange die Deutschen Arbeit und Brot, Handy, Internet und Auto haben, in den Urlaub fahren können und der Müll abgeholt wird, solange geht der Deutsche nicht auf die Straße, um zu demonstrieren und diese Politik zu boykottieren. Doch welche Möglichkeit haben wir, wenn wir schon nicht auf die Straße gehen, um zu demonstrieren? Sollten wir dann nicht wenigstens eine Partei wählen, die für Verhandlungen eintritt, die Diplomatie und offene Kommunikationskanäle befürwortet und die die stupide Lieferung von Munition ablehnt und eine weitere Eskalation dringend vermeiden möchte?

Ulrich Heyden schließt das Interview mit den Worten und mit dem Appell:

  • Seid und werdet wieder ehrlich. Blickt objektiv auf die Geschehnisse, und lasst Euch nicht manipulieren.
  • Lasst Gefühle zu!
  • Erhaltet Euch Eure Friedenssehnsucht und lasst Euch nicht in einen Krieg mit Russland hineintreiben.

Wie gesagt, dieses Interview hat mich sehr berührt.

Ich würde sagen, es lohnt sich darüber zu diskutieren!

Ich möchte nicht sagen, dass Russland die Absolution zu erteilen sei.

Ich möchte nicht zwingend Russland, Putin und den Kreml von Schuld freisprechen.

Ich möchte auch keine Opfer-Täter-Umkehr vornehmen.

Auch ich habe ab 2013 einen sehr kritischen Blick auf Russland und auf Wladimir Putin gerichtet - erstrecht nach dem 24. Februar 2022.

Aber:

Müssen wir uns nicht eingestehen, dass die Ukraine bzw. "der" Westen diesen Krieg nicht gewinnen können?

Natürlich ist es richtig, dass das Vorgehen Russlands nicht dazu führen darf, dass ein Aggressor, der ein anderes Land überfällt, nicht (!) zur Rechenschaft gezogen wird bzw. dass man ihn gewähren lässt.

Wofür ich jedoch plädiere, ist, nicht nur die eine Seite der Medaille in den Blick zu nehmen.

Bei Konflikten und erstrecht bei Kriegen sind immer zwei Parteien, die zunächst unverhandelbar aufeinandertreffen, beteiligt, und meist ist auch nicht nur die eine Partei von beiden der alleinige Schuldige.

Es ist darüber hinaus eben auch spekulativ möglich, dass man seitens des Westens diesen Krieg gar nicht zu einem Ende führen möchte, sondern an einem Fortbestehen und an einer Fortführung dieses Krieges interessiert ist.

All diese Dinge müssen dringend in Betracht gezogen und in eine Diskussion integriert werden - auch und in besonderem die Sprengung der Gaspipelines.

Es sind bereits Milliarden von deutschem Steuergeld in die Ukraine geflossen. Niemand scheint zu überprüfen, wo diese Gelder geblieben sind.

Wir hören immer wieder: "In der Ukraine wird unsere Freiheit in Europa verteidigt. Putin ist bald bereit, westliches Territorium anzugreifen."

Ähnliches hatten wir von jenem unsäglichen Afghanistan-Einsatz gehört:

"Am Hindukusch wird unsere Freiheit verteidigt." (Dr. Peter Struck, damaliger Verteidigungsminister aus der SPD).

https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/bulletin/rede-des-bundesministers-der-verteidigung-dr-peter-struck--784328

Im Endeffekt war das ganze Projekt mehr oder weniger sinnnlos.

Wir müssen akzeptieren, dass der Westen (die USA allen voran) in Einflusssphären denkt. Aber wir müssten auch akzeptieren, dass Russland das gleiche tut.

Rainer Langlitz

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